Warum Sauerteig in den Teig für einen Wiener Apfelstrudel? Das ist eine berechtigte Frage. Strudelteig braucht kein Triebmittel, deshalb könnt ihr in diesem Rezept prima euer altes Anstellgut verwerten. Aber viele Originalrezepte für Wiener Apfelstrudel nutzen einen Teelöffel Apfelessig im Rezept, weil die Säure in dem Teig Stabilität verleiht. Die gleiche Funktion erfüllt in diesem Apfelstrudel-Rezept der Sauerteig. So zaubert ihr nicht nur einen super leckeren Strudel, sondern verwertet auch noch eure Sauerteigreste. Viel Spaß beim Backen!

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Das braucht ihr für diesen Apfelstrudel mit Sauerteig

  • Sauerteigstarter ist in diesem Fall nicht das Triebmittel, sondern sorgt für Stabilität und Geschmack. Er muss nicht aktiv oder frisch gefüttert sein. Ihr könnt für dieses Rezept auch altes Anstellgut oder Sauerteigreste verwenden.
  • Mehl: Für Strudelteig eignet sich am besten Weizenmehl Typ 405. Wenn ihr das Mehl teilweise durch Vollkornmehl ersetzen möchtet, kann es sein, dass ihr den Wasseranteil im Rezept erhöhen müsst.
  • Wasser sollte lauwarm sein.
  • Öl und Ei geben dem Teig Elastizität.
  • Salz für den Geschmack.
  • Butter sollte geschmolzen
  • Semmelbrösel und gemahlene Nüsse werden geröstet, bevor auf den Strudelteig gestreut werden. Sie saugen beim Backen überschüssige Flüssigkeit auf und sorgen für Röstaromen.
  • Äpfel: Für Apfelstrudel eignen sich am besten säuerliche Äpfel.
  • Zucker für die Süße.
  • Rosinen nach Geschmack. Für zusätzliches Aroma könnt ihr die Rosinen vorher in Rum einlegen.
  • Zimt: Wenn ihr Zimt nicht mögt, könnt ihr ihn zum Beispiel durch Vanillezucker ersetzen.

In drei Schritten: So wird Wiener Apfelstrudel gemacht

  1. Den Teig mischen, kneten bis er glatt und eleatisch ist und 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  2. Den Teig auf einem bemehltem Tuch hauchdünn ausziehen und mit Butter, Bröseln, Nüssen, Zucker, Zimt, Äpfeln und Rosinen belegen.
  3. Den Strudel aufrollen, mit Butter einstreichen und zirka 45 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.

Häufige Fragen zu Wiener Apfelstrudel

Was ist der Unterschied zwischen Strudelteig und Blätterteig?

Blätterteig erhält seine Schichten, in dem Butter in den Teig eingeschlagen wird und der Teig anschließend immer wieder gefaltet (touriert) wird. Strudelteig ist ein besonders elastischer Teig, der so dünn ausgezogen wird, dass man dadurch Zeitung lesen kann. Durch das Aufrollen entstehen die Schichten beim Strudelteig.

Kann man Apfelstrudel am nächsten Tag noch essen?

Apfelstrudel schmeckt am besten frisch. Wenn ihr den Strudel am nächsten Tag noch essen möchtet, könnt ihr ihn kurz im Ofen aufwärmen. Wichtig ist, dass der Strudel nur so kurz wie möglich im Ofen bleibt, damit die äußeren Schichten nicht zu trocken werden.

Warum reißt Strudelteig?

Strudelteig wird so dünn ausgezogen, dass man durch den Teig eine Zeitung lesen könnte. Damit der Teig beim Ausziehen nicht reißt, muss er elastisch sein. Wenn er trotzdem reißt, kann das verschiedene Gründe haben. Entweder er ist zu trocken oder nicht nicht entspannt genug. Vor dem Ausziehen muss der Teig mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. Sollte er zu trocken sein, könnt ihr den Teig etwas anfeuchten und einölen bevor er ruht.

Wie wird Apfelstrudel gerollt?

Der Studelteig wird auf einem bemehlten Tuch ausgezogen und belegt. Um ihn zu rollen ohne, dass die dünne Teigschicht dabei reißt, wird der Teig an allen Seiten zirka drei Zentimeter über die Füllung geklappt. Dann hebt ihr das Tuch an einer Seite vorsichtig an, sodass sich der Strudel von selbst aufrollt. Mithilfe des Tuchs könnt ihr den Strudel anschließend auch auf ein gefettetes Backblech transferieren.

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Rezept: Wiener Apfelstrudel mit altem Anstellgut

Mit diesem Rezept zaubert ihr einen klassischen Wiener Apfelstrudel. Das alte Anstellgut im Teig sorgt für zusätzliches Aroma und Stabilität. Gefüllt wird der Apfelstrudel mit einer Mischung aus Äpfeln, Nüssen, Bröseln, Butter und Zimt.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 25 Minuten
Gericht Apfelstrudel, Wiener Apfelstrudel
Küche Österreichisch
Portionen 1 Strudel

Zutaten
  

Teig

  • 100 g Sauerteigstarter
  • 250 g Mehl
  • 75 g Wasser
  • 2 TL Öl
  • 1 Ei
  • ¼ TL Salz

Füllung

  • 100 g Butter geschmolzen
  • 50 g Semmelbrösel
  • 50 g Nüsse gemahlen
  • 4-6 Äpfel säuerlich
  • 100 g Zucker
  • 50 g Rosinen optional
  • 2 TL Zimt

Anleitungen
 

  • Für den Teig alle Zutaten in einer Schüssel mischen.
  • Den Teig auf eine Arbeitsfläche geben und solange kneten, bis ein glatter und elastischer Teig entsteht.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, die Oberfläche mit Öl bestreichen, die Schüssel über den Teig stülpen und zirka 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  • Die Butter schmelzen und abkühlen lassen.
  • Brösel und gemahlene Nüsse in einer Pfanne leicht anrösten, abkühlen lassen und mit Zucker und Zimt mischen.
  • Die Äpfel waschen und in dünne Scheiben schneiden.
  • Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  • Ein großes Tuch oder eine Tischdecke mit Mehl bestäuben.
  • Den Teig auf das Tuch legen und mit den Händen vorsichtig zu einem großen Rechteck ziehen. Der Teig sollte so dünn sein, dass man dadurch Zeitung lesen könnte.
  • Die dickeren Ränder abschneiden.
  • Den Teig vorsichtig mit der geschmolzenen Butter bestreichen, mit der Brösel-Nuss-Mischung bestreuen und mit Apfelscheiben und Rosinen belegen.
  • Den Strudelteig an allen Seiten zirka drei Zentimeter über die Füllung schlagen.
  • Das Tuch an einer Seite anheben, sodass sich der Strudel locker aufrollt.
  • Den Strudel auf ein gefettetes Backblech legen, mit der restlichen Butter bestreichen und 45 Minuten goldbraun backen.
  • Mit Puderzucker und noch warm Vanillesauce oder Vanilleeis servieren. Guten Appetit!
Keyword Kuchen mit Sauerteig, mit Sauerteig, mit Strudelteig

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Altes Anstellgut: Wiener Apfelstrudel mal anders

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