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Zwetschgendatschi mit Sauerteigboden

Der beste Zwetschgendatschi mit Sauerteigboden vom Blech

Der Sommer geht langsam zu Ende, die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Zum Glück habe ich heute ein Trostpflaster für euch - so groß wie ein ganzes Backblech! Es gibt saftigen Zwetschgendatschi vom Blech mit einem dünnen Sauerteigboden. Wenn ihr keinen ganzen Blechkuchen backen möchtet, könnt ihr das Rezept halbieren und in einer Spring- oder Tarteform backen. Der Teig enthält keine Hefe, ruht über Nacht im Kühlschrank und bleibt lange frisch und saftig.
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Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Ruhezeit 16 Stunden
Gesamtzeit 17 Stunden
Gericht Kuchen, Zwetschgendatschi
Küche Deutsch
Portionen 1 Blech

Zutaten
  

Teig

  • 400 g Weizenmehl Type 550
  • 40 g Sauerteigstarter
  • 60 g Butter, weich oder eine vegane Alternative
  • 60 g Zucker
  • 240 g Milch oder eine vegane Alternative
  • 1 Prise Salz

Belag

  • 1500 g Zwetschgen

Streusel

  • 100 g Butter oder eine vegane Alternative
  • 100 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimt optional

Optional

  • 100 g Marzipanrohmasse

Anleitungen
 

Tag 1 – Teig vorbereiten und kalte Gare

  • Teig ansetzen: Mehl, Sauerteigstarter, Milch, Butter, Zucker und Salz in einer großen Schüssel zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  • Stockgare bei Raumtemperatur: Den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur 4 bis 6 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Nach den ersten 30 Minuten einmal dehnen und falten.
  • Teig ausrollen: Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen und auf ein gefettetes (tiefes) Backblech legen. Den Teig mit etwas Milch oder Wasser bestreichen, damit er beim Ruhen nicht austrocknet.
  • Kalte Übernachtgare: Das Blech gut abdecken und über Nacht oder für 8–10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Tag 2 – Belegen und backen

  • Ofen vorheizen: Den Ofen auf 180 °C Umluft (oder 200 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  • Streusel vorbereiten: Mehl, Zucker, kalte Butter in Stückchen, Salz und Zimt mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten.
  • Zwetschgen vorbereiten: Die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen.
  • Den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen.
    Optional: Marzipanrohmasse möglichst dünn ausrollen und auf den Teig legen.
  • Kuchen mit belegen: Die Zwetschgen dachziegelartig auf dem Teig verteilen, dann großzügig mit Streuseln bestreuen.
  • Backen: Den Zwetschgendatschi ca. 35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.

Notizen

Zwetschgen oder Pflaumen – was ist besser?

Zwetschgen sind fester, weniger saftig und lassen sich leichter entkernen – perfekt für Zwetschgendatschi. Wer lieber mit Pflaumen backt, sollte sie in Spalten schneiden, den Rand freilassen oder leicht erhöhen und mit etwas Zucker bestreuen. So bleibt der Saft dort, wo er hingehört.

Kann ich den Kuchen nur mit Sauerteig backen?

Ja, dieses Rezept kommt ganz ohne Hefe aus. Wenn euer Sauerteig noch sehr jung ist, könnt ihr zur Sicherheit einen kleinen Krümel frische Hefe ergänzen – muss aber nicht sein.

Wie lange muss der Teig gehen?

Der Teig enthält viel Butter, was die Fermentation verlangsamt. Deshalb braucht er deutlich mehr Zeit als ein klassisches Sauerteigbrot. Plant lieber ein bis zwei Stunden mehr ein – besonders bei kühleren Temperaturen.

Wie lange ist der Zwetschgendatschi haltbar?

Am besten schmeckt er frisch – gerne lauwarm mit einem Klecks Sahne. Dank Sauerteig bleibt er aber auch am nächsten oder übernächsten Tag noch saftig. Für längere Lagerung: einfach portionsweise einfrieren.

Lässt sich der Kuchen gut einfrieren?

Auf jeden Fall! Am besten in Stücke schneiden, einfrieren und bei Bedarf bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Kurz im Ofen aufgebacken schmeckt er wieder wie frisch gebacken – erprobt und für gut befunden von meiner Oma.

Welche Variationen sind möglich?

Ob mit oder ohne Streusel – beides funktioniert wunderbar. Wer mag, kann einen Teil des Mehls durch Haferflocken oder gemahlene Nüsse ersetzen. Besonders lecker wird der Kuchen mit einer dünnen Schicht Marzipan zwischen Teig und Zwetschgen. Das sorgt für extra Aroma und schützt den Teig vor zu viel Saft.

Für wie viele Personen reicht das Rezept?

Die angegebene Menge passt für ein ganzes Ofenblech – ideal für Familie oder Gäste. Für kleinere Runden lässt sich das Rezept problemlos halbieren und in einer Springform (28 cm) backen.
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