Dieses Rezept ist entstanden, weil ich nach dem perfekten Alltagsbrot für meine Familie gesucht hab. Dank KRÜMELIG gibt es bei uns zu Hause ja immer verschiedene Brote. Mein Vater kauft aber seit Jahren das gleiche Brot beim Bäcker und dieses Brot wollte ich mit einem eigenen Rezept ersetzen. Die Vorgaben waren: Gerne Roggen, aber nicht nur, lieber Dinkel als Weizen und möglichst viel Brotgewürz. Entstanden ist dieses Hausbrot: Ein Roggen-Dinkel-Mischbrot mit Sauerteig. Es hat einen Vollkornanteil von 60 Prozent, ist sehr aromatisch und schnell und einfach gemacht.
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Was ist ein Hausbrot?
Ein Hausbrot kann eigentlich jedes Brot sein. Es ist quasi das Brot, das es bei euch gibt, wenn ihr nichts neues ausprobieren wollt. Ein Alltagsbrot, das einfach in der Herstellung ist, jedem schmeckt und zu allem passt. Es besteht meistens nur aus wenigen Zutaten wie Mehl, Wasser, Salz und Triebmittel. Typisch für ein Hausbrot ist eine rustikale Optik, eine kräftige Kruste und eine saftige Krume.
Oft wird Hausbrot mit Bauernbrot oder Mischbrot gleichgesetzt. Tatsächlich gibt es Überschneidungen: Hausbrot ist meist ein Mischbrot aus Weizen oder (in diesem Fall) Dinkel mit Roggenmehl. Aber es ist oft feiner als klassisches Bauernbrot.

Darum werdet ihr dieses Hausbrot lieben
Dieses Hausbrot mit Sauerteig ist ein echtes Alltagsbrot: unkompliziert, aromatisch und genau so, wie man es vom Bäcker kennt. Es kommt ohne Hefe aus, braucht keine ausgefallenen Zutaten und lässt sich wunderbar selber backen. Durch die lange Teigführung mit Sauerteig bekommt das Brot eine knusprige Kruste, eine saftige Krume und ein mildes, ausgewogenes Aroma. Außerdem sorgt der Sauerteig dafür, dass das Hausbrot tagelang frisch bleibt und gut bekömmlich ist.
Dieses Hausbrot ist auch besonders gut für Anfänger geeignet. Durch den hohen Roggenanteil muss der Teig nicht gedehnt und gefaltet werden. Ihr könnt die Zutaten einfach nur vermischen und ruhen lassen und bekommt trotzdem ein saftiges lockeres Sauerteigbrot.

Diese Zutaten braucht ihr
- Dinkelmehl, Typ 630.
- Roggenvollkornmehl: Ich mahle meine Vollkornmehle am liebsten selbst. Frisch gemahlene Mehle haben mehr Geschmack und mehr Nährstoffe als Supermarktmehle. Allerdings sind sie auch nicht so lange haltbar und sollten immer gleich nach dem Mahlen verwendet werden. Wenn ihr keine Getreidemühle* habt, könnt ihr natürlich auch gekauftes Mehl verwenden.
- Sauerteigstarter: Der Sauerteig muss nicht frisch gefüttert sein, aber die letzte Auffrischung sollte nicht länger als eine Woche her sein. Wenn ihr altes Anstellgut übrig habt, habe ich hier die passenden Rezepte für euch.
- Wasser: Im Sommer kalt und im Winter lauwarm.
- Salz für den Geschmack.
Backen mit Sauerteig – Anstellgut züchten und pflegen
Ihr könnt für dieses Rezept entweder Weizensauerteig oder Roggenanstellgut verwenden. Ich nutze einen Universal Sauerteig für alle Mehlsorten. Meinen Sauerteig füttere ich zu gleichen Teilen mit Wasser und Mehl. Wenn ihr ein anderes Mischverhältnis nutzt, müsst ihr die Wassermenge im Rezept anpassen.
Der Sauerteig muss für dieses Rezept nicht frisch gefüttert sein, aber die letzte Auffrischung sollte nicht länger als eine Woche her sein. Je länger euer Sauerteig nicht gefüttert wurde, desto länger muss der Teig in der Regel ruhen.
Wenn ihr noch keinen Sauerteig habt, habe ich hier einige Methoden zusammengestellt, wie ihr euer eigenes Anstellgut züchten könnt.

Klassisches Rezept für Hausbrot mit Sauerteig
Teig ansetzen und entwickeln
Für den Teig werden Dinkelmehl und Roggenvollkornmehl* mit Salz, Wasser, Sauerteigstarter und Brotgewürz in einer großen Schüssel gründlich vermischt*, bis ein homogener Teig entsteht. Der Teig ruht anschließend abgedeckt bei Raumtemperatur etwa vier bis acht Stunden, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Formen und kalte Gare
Nach der Stockgare wird der Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche gestürzt. Zum Formen werden die Ränder des Teiges portionsweise zur Mitte gefaltet, bis ein runder, straff gespannter Laib entsteht. Der Teigling wird mit der gespannten Seite nach unten in ein gut bemehltes Gärkörbchen* gelegt, mit einem Küchentuch abgedeckt und für acht bis zehn Stunden (idealerweise über Nacht) im Kühlschrank gelagert. Die kalte Gare verbessert Aroma, Struktur und Bekömmlichkeit des Hausbrots.
Hausbrot backen
Am nächsten Tag wird der Backofen mit Backstein* und Dampfschale* auf 250 °C Heißluft mit Unterhitze vorgeheizt. Der Teigling wird direkt aus dem Kühlschrank auf den heißen Backstein gestürzt, leicht bemehlt und mit einem scharfen Messer* eingeschnitten. Anschließend wird die Temperatur auf 200 °C reduziert, das Brot in den Ofen geschoben und kräftig Dampf eingeschossen. Nach 20 Minuten wird der Dampf abgelassen und das Hausbrot weitere 20 Minuten knusprig ausgebacken. Vor dem Anschneiden sollte das Brot vollständig auskühlen.

Häufige Fragen
Ist Hausbrot das gleiche wie Bauernbrot?
Die Brote sind ähnlich, aber nicht identisch. Ein Bauernbrot ist meist gröber, dunkler und enthält oft einen höheren Roggenanteil. Ein Hausbrot ist etwas milder und hat eine lockerere Krume. Es ist vor allem als unkompliziertes Alltagsbrot gedacht.
Ist dieses Hausbrot ein Mischbrot?
Ja, dieses Hausbrot ist ein Dinkel-Roggen-Mischbrot. Der Dinkel sorgt für eine offene Krume, während der Roggen für die lange Frischhaltung und das kräftige Aroma zuständig ist.
Kann ich das Hausbrot auch ohne Hefe backen?
Ja, dieses Hausbrot Rezept kommt komplett ohne Hefe aus. Wichtig ist aber, dass euer Sauerteig aktiv und backfähig ist. Wenn euer Sauerteig noch sehr jung ist, könnt ihr zur Sicherheit einen Krümel frische Hefe mit in den Teig geben. Normalerweise ist das aber nicht nötig.
Kann ich das Hausbrot auch ohne Gärkorb backen?
Wenn ihr kein Gärkörbchen* habt, könnt ihr zum Beispiel eine Schüssel mit einem bemehlten Baumwolltuch auslegen. Alternativ lässt sich das Brot aber auch in einer Kastenform* backen. Ein Gärkorb ist hilfreich, aber keine Voraussetzung für ein gutes Hausbrot.
Kann ich das Hausbrot einfrieren?
Ja, Hausbrot mit Sauerteig lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten schneidet ihr es vorher in Scheiben. So könnt ihr einzelne Portionen entnehmen und kurz aufbacken, zum Beispiel im Toaster*.
Wie lange hält sich Hausbrot mit Sauerteig?
Richtig gelagert bleibt das Brot etwa fünf Tage frisch. Sauerteig sorgt für eine längere Haltbarkeit als Hefe. Am besten bewahrt ihr das Brot in einem Brottopf oder einem Baumwolltuch auf.

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Hilfreiche Tools – Meine Empfehlungen
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- Eine Getreidemühle* für frisch-gemahlenes Vollkornmehl.
- Einen Danish-Whisk* – vor allem wenn ihr keine Knetmaschine* nutzt. Damit könnt ihr eure Zutaten vermischen, ohne, dass der ganze Teig am Löffel klebt.
- Eine Küchenwaage*.
- Mit diesem scharfen Bäckermesser* zaubert ihr präzise Schnitte in eure Brote und könnt euch bei aufwändigen Mustern kreativ austoben.
- Mit einer Teigkarte aus Edelstahl* könnt ihr eure Teiglinge abstechen oder eure Brote formen.
- Mit Gärkörbchen aus natürlichem Paddingrohr könnt ihr schöne Laibe backen. Es gibt runde Gärkörbchen* und ovale Gärkörbchen*. Wenn ihr mehrere Brote gleichzeitig backen möchtet, würde ich euch ovale Körbchen empfehlen. Die brauchen im Kühlschrank und im Ofen weniger Platz.
- Eine Kastenformen aus Edelstahl*.
- Eine Dampfschale* bestehend aus einer Edelstahl-Ofenform* und Lavasteinen*. Die Schale wird mit den Steinen gefüllt und beim Vorheizen auf den Boden des Ofens gestellt. Wenn ihr euer Brot in den Ofen schiebt, schüttet ihr heißes Wasser auf die Steine. Dadurch entsteht Dampf, der dafür sorgt, dass euer Brot gut aufgeht.
- Einen Brotbackstein*, damit eure Brote, Brötchen und Pizza schön knusprig werden.
- Beim Brotbacken im Gusseisentopf* könnt ihr auf einem Brotbackstein und eine Dampfschale verzichten, weil im Topf das perfekte Klima herrscht.
- Ein Abkühlgitter* für Brot, Brötchen und Waffeln.
- Ein Edelstahl-Wasserkocher* mit verschiedenen Temperaturstufen für Brühstücke.
- Ein scharfes Brotmesser*.
- Ein Edelstahl-Toaster* für Brotscheiben, Toasts und Brötchen.
Mehr Produktempfehlungen findet ihr hier.
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Hausbrot mit Sauerteig – klassisches Rezept wie vom Bäcker
Zutaten
- 300 g Roggenvollkornmehl
- 200 g Dinkelmehl Type 630
- 375 g Wasser
- 50 g Sauerteigstarter
- 10 g Salz
- 2 TL Brotgewürz nach Geschmack
Anleitungen
Tag 1 – Teig vorbereiten & kalte Gare
- Teig mischen: Dinkelmehl und Roggenvollkornmehl in einer großen Schüssel mit Salz, Wasser, Sauerteigstarter und Brotgewürz gründlich vermischen*, bis ein homogener Teig entsteht. Der Teig ist weich, aber gut formbar.
- Stockgare: Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur 4–8 Stunden ruhen lassen, bis sich das Teigvolumen deutlich vergrößert hat (etwa verdoppelt).
- Teig formen: Den Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen. Für einen runden Laib den Teigrand portionsweise zur Mitte falten, bis ein runder Teigling entsteht. Dabei darauf achten, dass die Unterseite gut gespannt ist.
- Kalte Gare: Den Teigling mit der gespannten Seite nach unten in ein gut bemehltes Gärkörbchen* legen. Mit einem Küchentuch abdecken und über Nacht oder 8–10 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.
Tag 2 – Backen
- Ofen vorheizen: Den Backofen rechtzeitig auf 250 °C Heißluft mit Unterhitze vorheizen. Backstein* und Dampfschale* (Edelstahlform* mit Lavasteinen*) mit aufheizen.
- Brot vorbereiten: Den Teigling aus dem Kühlschrank nehmen, vorsichtig auf den heißen Backstein stürzen, leicht bemehlen und mit einem scharfen Bäckermesser* einschneiden.
- Backen mit Dampf: Den Ofen auf 200 °C herunterschalten, das Brot in den Ofen schieben und kräftig Dampf einschießen.
- Fertig backen: Das Hausbrot 20 Minuten mit Dampf backen. Anschließend den Dampf ablassen und das Brot weitere 20 Minuten bei 200 °C fertig backen, bis es eine kräftig gebräunte Kruste hat.
- Abkühlen lassen: Das Brot aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden vollständig auskühlen* lassen, damit sich die Krume setzen kann.
Notizen
Kann ich das Hausbrot auch ohne Hefe backen?
Ja, dieses Hausbrot Rezept kommt komplett ohne Hefe aus. Wichtig ist aber, dass euer Sauerteig aktiv und backfähig ist. Wenn euer Sauerteig noch sehr jung ist, könnt ihr zur Sicherheit einen Krümel frische Hefe mit in den Teig geben. Normalerweise ist das aber nicht nötig.Kann ich das Hausbrot auch ohne Gärkorb backen?
Wenn ihr kein Gärkörbchen* habt, könnt ihr zum Beispiel eine Schüssel mit einem bemehlten Baumwolltuch auslegen. Alternativ lässt sich das Brot aber auch in einer Kastenform* backen. Ein Gärkorb ist hilfreich, aber keine Voraussetzung für ein gutes Hausbrot.Kann ich das Hausbrot einfrieren?
Ja, Hausbrot mit Sauerteig lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten schneidet ihr es vorher in Scheiben. So könnt ihr einzelne Portionen entnehmen und kurz aufbacken, zum Beispiel im Toaster*.Wie lange hält sich Hausbrot mit Sauerteig?
Richtig gelagert bleibt das Brot etwa fünf Tage frisch. Sauerteig sorgt für eine längere Haltbarkeit als Hefe. Am besten bewahrt ihr das Brot in einem Brottopf oder einem Baumwolltuch auf.Du hast eines meiner Rezepte ausprobiert?
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Hallo, in das Roggenbrot kommt Brotgewürz rein. Meine Familie mag das Gewürz nicht. Kann ich das einfach weglassen oder wie kann ich es ersetzen?
danke für eine Antwort in voraus
Hallo,Frau Zöller,
Brotgewürz muß man nicht fertig kaufen,das kann man je nach Geschmacksvorlieben selbst mischen,auch sicher nach dem Geschmack Ihrer Familie. Ich nehme z.B. je nach Lust und Laune,gemörserte Senfkörner (werden NICHT scharf im Brot!),gemörserten Wacholder oder Nelken,Koriander,Kardamom,gemahlenen Bockshornklee etc.,je nach Geschmack,muß nicht alles gleichzeitig da hinein,sollte aber für gleichmäßige Verteilung gut mit dem Salz für den Teig vermischt werden. Ich wiege das auch nicht ab,sondern mische das in kleinen Mengen nach meiner privaten Vorliebe.Hat meiner Familie bislang immer gut geschmeckt.Zudem backe ich bezüglich der Flüssigkeitszugabe zum jeweiligen Teig immer mit selbstgemachtem Hefewasser.Das gibt auch Aromen zusätzlich.Vielleicht mal ausprobieren,evt. auch ohne zusätzliche Gewürze,nur mit Hefewasser als Schüttflüssigkeit.Herstellung Hefewasser im web nachschauen.Viel Erfolg