Pinsa erlebt in den letzten Jahren einen echten Hype. Lange galt sie als Urform der Pizza, aber das stellte sich später aus schlauer Marketing Coup heraus. In ihrer jetzigen Form wurde die Pinsa Romana nämlich erst 2001 in Rom erfunden. Das Grundprinzip von gebackenem und belegtem Fladenbrot, wie Pizza, Focaccia und Fougasse, geht aber natürlich viel weiter zurück. Charakteristisch für Pinsa ist die lange Teigruhe über 48 Stunden. Außerdem enthält der Teig nicht nur Weizenmehl, sondern auch Reis- und Kichererbsenmehl. Diese Version kommt ohne Hefe aus und wird nur mit Sauerteig getrieben. Dadurch wird die Pinsa besonders aromatisch und bekömmlich.
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Was ist der Unterschied von Pizza und Pinsa?
Während Pizzateig meistens nur aus Weizenmehl und Hartweizengrieß besteht, enthält der Teig für Pinsa verschiedene Mehlsorten. Außerdem wird die Pizza meistens nicht rund sondern länglich geformt und oft erst nach dem Backen belegt.

Welches Mehl braucht ihr für Pinsa?
Pinsa besteht neben Weizenmehl (Typ 550 oder Tipo 00) auch aus Reis- und Kichererbsenmehl. Diese Mehle sorgen für zusätzliches Aroma und Stabilität im Teig. Solche Spezialmehle können sehr teuer sein. Deshalb nutze ich dafür gerne meine Getreidemühle*. Damit mahle ich trockenen Reis und trocknete Kichererbsen so fein wie möglich.

Warum ist Pinsa gesünder als Pizza?
Die verschiedenen Mehle sorgen dafür, dass Pinsa ein bisschen gesünder ist, als klassische Pizza. Pinsa enthält weniger Kohlenhydrate, weniger Kalorien und mehr Protein als Pizza. Außerdem macht die lange Teigruhe und der Sauerteig die Pinsa besonders bekömmlich. Ansonsten kommt es natürlich darauf an, mit was ihr eure Pizza belegt. Eine gesündere Option wäre zum Beispiel gegrilltes Gemüse mit Burrata und frischem Rucola.
Wie lange muss die Pinsa backen
Ihr könnt die Pinsa entweder ohne Belag oder mit Belag backen. Ohne Belag braucht die Pinsa zirka 15 bei 250 Grad. Mit Belag kann es auch bis zu fünf Minuten länger dauern – je nachdem wie dick der Belag ist. Ihr könnt die Pinsaböden auch vorbacken, einfrieren und anschließend wie eine TK-Pizza belegen und wieder aufbacken. Dafür würde ich die Pinsaböden nur 12 Minuten backen, damit sie nach dem Aufbacken nicht zu dunkel werden.


Damit könnt ihr die Pinsa nach dem Backen belegen
Ich könnt die rohen Pinsaböden belegen und wie eine Pizza backen. Das eignet sich vor allem, wenn ihr geschmolzenen Käse auf eurer Pinsa haben wollt. Ich backe die Böden aber lieber separat und belege sie anschließend mit Anti-Pasti Zutaten, wie Oliven, gegrilltem Gemüse, eingelegten Paprika und Burrata oder Feta-Käse. Getoppt wird dann alles mit gutem Olivenöl und Balsamiko nach Geschmack.



Diese Zutaten braucht ihr für einfache Sauerteig Pizza
- Weizenmehl (Typ 550 oder Tipo 00).
- Reis- und Kichererbsenmehl:
- Wasser: Im Sommer kalt und im Winter lauwarm.
- Sauerteigstarter: Der Sauerteig muss nicht frisch gefüttert sein, aber die letzte Auffrischung sollte nicht länger als eine Woche her sein. Wenn ihr altes Anstellgut übrig habt, habe ich hier die passenden Rezepte für euch. Ich füttere meinen Sauerteig zu gleichen Teilen mit Wasser und Mehl. Beim Mehl benutze ich eine Mischung aus Weizenmehl und Roggenvollkornmehl. Wenn ihr euren Sauerteig mit einem anderen Wasser-Mehl-Verhältnis füttert, müsst ihr die Wassermenge im Rezept entsprechend anpassen.
- Salz für den Geschmack.
- Olivenöl
Noch mehr Urlaubsgefühle mit diesen Rezepten für italienisches Gebäck
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Hilfreiche Tools – Meine Empfehlungen
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- Eine Getreidemühle* für frisch-gemahlenes Vollkornmehl.
- Einen Danish-Whisk* – vor allem wenn ihr keine Knetmaschine nutzt. Damit könnt ihr eure Zutaten vermischen, ohne, dass der ganze Teig am Löffel klebt.
- Eine Küchenwaage*.
- Mit einer Teigkarte aus Edelstahl* könnt ihr eure Teiglinge abstechen oder eure Brote formen.
- Ein Nudelholz* aus Holz.
- Einen Brotbackstein*, damit eure Brote, Brötchen und Pizza schön knusprig werden.
- Ein Abkühlgitter* für Brot, Brötchen und Waffeln.
- Ein Pizzaschneider* für süße Knoten, Croissants etc.
- Ein scharfes Brotmesser*.
Mehr Produktempfehlungen findet ihr hier.
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Pinsa Romana – Das Original mit Sauerteig
Zutaten
- 390 g Weizenmehl Typ 550
- 300 g Wasser
- 75 g Reismehl
- 25 g Kichererbsenmehl
- 50 g Sauerteigstarter
- 1 EL Olivenöl
- 1½ TL Salz
Anleitungen
Tag 1
- Reis und Kichererbsen mit einer Getreidemühle* möglichst fein mahlen. Das Reis- und Kichererbsenmehl mit Weizenmehl, Salz, Olivenöl, Wasser und Sauerteigstarter zu einem Teig vermischen* und den Pinsateig abgedeckt ruhen lassen.
- Den Teig nach 30 Minuten einmal dehnen und falten und wieder abdecken. Den Vorgang alle 30 Minuten zwei bis drei mal wiederholen.
- Den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Tag 2
- Den Teig ein- bis zweimal dehnen und falten. Das sorgt für zusätzliche Spannung im Teig.
Tag 3
- Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und in vier gleiche Teile stechen*. Die Teiglinge rund wirken und auf der Arbeitsfläche für eine Stunde ruhen lassen.

- Den Ofen mit einem Backstein* auf 250 Grad vorheizen.
- Den ersten Teigling zu einer länglichen Pinsa auseinanderziehen, auf den Backstein* legen und zirka 15 Minuten fertig backen.

- Die Pinsa anschließend belegen und servieren.

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Ist toll geworden, danke!
Heute gab es bei uns die Pinsa, doppelte Menge. Mega lecker, egal ob mit Tomate Mozzartella, Lachs mit Käse überbacken oder belegt mit Frischkäse, Räucherlachs, Parmesan oder Schinken. Alles sehr lecker und super einfach in der Zubereitung. Danke für dieses tolle Rezept
ups, hab das rating vergessen zu dem Pinsa Rezept – 5 Sterne natürlich!
Ich habe das Pinsa Rezept ausprobiert und das ist super lecker geworden, war nicht das letzte Mal! Und gerade bin ich am warten, dass ich die Grissini in den Ofen schieben kann, bin schon ganz gespannt.